LSBTIQ* und Polizei
Misstrauen gegenüber der Polizei hat Gründe. Deshalb gibt es in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen feste Ansprechpersonen für queere Menschen.
Landespolizei und velspol: gemeinsam gegen Hasskriminalität
Am 8. April 2025 haben die Landespolizei Schleswig-Holstein und velspol Schleswig-Holstein e.V. ihre Zusammenarbeit im Rahmen der Kampagne „STOP the HATE“ mit einer Kooperationsvereinbarung besiegelt. Unterschrieben haben Landespolizeidirektorin Dr. Maren Freyher und der Vorstand von velspol.
Meldung der Landespolizei Schleswig-Holstein vom 8. April 2025
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Vier Länder, feste Ansprechpersonen
#Im Einsatz für VielfaltDer gemeinsame Hashtag der Polizei in allen vier Ländern
Foto: Landespolizei Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein
Ansprechstelle LSBTIQ* der Landespolizei
Die Ansprechstelle besteht seit 2018 und wurde auf Initiative von velspol Schleswig-Holstein e.V. eingerichtet. Geleitet wird die Zentrale Ansprechstelle von Susann Abraham. In allen Polizeidirektionen gibt es Ansprechpersonen LSBTIQ*, an die du dich auch bei sensiblen Sachverhalten wenden kannst. Einen Termin vor Ort vermittelt dir die Zentrale Ansprechstelle, telefonisch oder per E-Mail.
- LSBTIQ@polizei.landsh.de
- Telefon
- 0431 160-60020
Mo. bis Fr., 8 bis 15 Uhr
Foto: Polizei HamburgHamburg
Cops4Q: Ansprechpersonen der Polizei
Die Ansprechpersonen sind das Bindeglied zwischen Polizei und Community. Du kannst allgemeine Fragen stellen oder eine Strafanzeige aufgeben. Auf Wunsch vermitteln sie dich ins Hamburger Hilfe- und Beratungsnetzwerk, auch ohne Anzeige.
- LSBTI@polizei.hamburg.de
- Telefon
- 040 4286-70324 oder 040 4286-70325
Mo. bis Fr., 8 bis 15 Uhr
Foto: Polizei BremenBremen
Ansprechperson LSBTIQ* der Polizei
Hasskriminalität hat in Bremen keinen Raum. Die Polizei Bremen hat eigens für die queere Community eine Ansprechperson: Julia Koopmann (sie/ihr). Sie berät bei polizeilichen Fragen mit LSBTIQ*-Bezug und vermittelt bei Bedarf an Beratungsstellen und Hilfsnetzwerke. Innerhalb der Polizei sensibilisiert sie für LSBTIQ*-Themen.
- LSBTIQ@polizei.bremen.de
Foto: Polizei NiedersachsenNiedersachsen
Landeskoordination LSBTIQ
Die Polizei Niedersachsen hat im ganzen Land Ansprechpersonen für die queere Community. Koordiniert werden sie von Leon Dietrich, dem Landeskoordinator LSBTIQ. Das Team berät vertraulich, unterstützt bei der Anzeige und vermittelt an Beratungsstellen, die rechtliche oder psychologische Hilfe anbieten.
- LSBTIQ@polizei.niedersachsen.de
- Telefon
- 0511 96951449
Mo. bis Fr., 8 bis 15 Uhr
Gespräche werden vertraulich behandelt. Bitte beachte: Die Ansprechpersonen sind zur Verfolgung von Straftaten verpflichtet (§ 163 StPO).
Du hast das Recht, dich zu beschweren
Du wurdest von der Polizei nicht respektvoll behandelt, als queere Person nicht ernst genommen oder hast abfällige Bemerkungen erlebt? Dann kannst und solltest du dich beschweren.
So läuft eine Beschwerde
Einreichen
Du oder Zeug*innen können sich an jede Polizeidirektion, die Polizeibeauftragte oder an die Beschwerdestelle wenden.
Weiterleitung
Egal wohin du dich wendest, dein Anliegen wird an die richtige Stelle weitergeleitet.
Ergebnis
Du hast das Recht, über das Ergebnis der dienstaufsichtlichen Ermittlungen informiert zu werden.
Es gibt keine Frist. Am besten meldest du dich zeitnah.
Schleswig-Holstein
Beauftragte für die Landespolizei
Sie ist vom Landtag gewählt und unabhängig von der Polizei. Aktuell ist das Anke Erdmann.
- polizeibeauftragte@landtag.ltsh.de
- Telefon
- 0431 988-1240
Hamburg
Beschwerdestelle der Polizei Hamburg
Du kannst schriftlich (auch online und anonym), telefonisch oder persönlich Beschwerde einreichen.
- beschwerdestelle@polizei.hamburg.de
- Telefon
- 040 4286-25025
Bremen
Polizei- und Feuerwehrbeauftragte
Sie ist Ansprechpartnerin für Bürger*innen und sorgt dafür, dass begründeten Beschwerden nachgegangen wird, auch bei Diskriminierung. Auf Wunsch vertraulich. Aktuell ist das Sermin Riedel.
- office@pfb.bremen.de
- Telefon
- 0421 361-21111
Niedersachsen
Beschwerdemanagement im Innenministerium
Die Stabsstelle ist unabhängig von der Polizei und nimmt Beschwerden zum Verhalten von Polizeibeschäftigten entgegen, schriftlich oder telefonisch, auf Wunsch auch anonym.
- Beschwerdestelle@mi.niedersachsen.de
- Telefon
- 0511 120-4899
Straftat erlebt?
Du kannst Anzeige erstatten oder dich beraten lassen.